Einfach mal Markierer spielen

Ich wurde zum Paintball Spielen nach Dornbirn eingeladen. Geile Sache – zumal ich ja zum Veranstalter gehöre. Nachdem Inga, meine Kollegin, das Ganze super organisiert hatte, konnte ich mich rein auf das Spielen konzentrieren. Als ehemaliger Daddler habe ich mich schon riesig darauf gefreut.

Endlich bei den „Daltons“ in Dornbirn angekommen, ging’s nach einer kurzen Einweisung dann auch los. 4 Teams a 5-6 Mann bzw. Frau. Keine Frage, mein Team (Nr. 4, Team-Titel „Die Lillifeen“) war am Ende das Beste. Vielleicht lag’s daran, dass bei uns keine Cheerleaderinnen mitspielen durften.

Nachdem wir das Debakel im ersten Match auf dem 50m langen Spielfeld von aussen betrachten mussten, durften wir dann auch mal ran. „Maschke“ auf, ~250 gelbe Farbpatronen rein in den Markierer, 11 x Probeschiessen und ab ins bunte Gefecht. Nach einer kurzen Taktikbesprechung, an die sich natürlich niemand hielt und dem 10s Countdown, ging’s los. Alles (außer mir) rannte los und warf sich in Deckung. Ich tat das Gegenteil und ballerte sofort über das 50m lange Spielfeld um dem gegnerischen Team gleich mal zu zeigen, wer hier Platzhirsch ist. Was dann folgte, ist klar, oder?

Kaum zu beschreiben, welches Adrenalin man beim Spielen erfährt. Ständig in der Angst getroffen zu werden, wagt man kaum Luft zu holen und sich aus der Deckung zu wagen. Dabei ist das Erfolgsrezept genau das Gegenteil: Optimistisch draufhalten und den Gegner damit in die Deckung zwingen. Idealerweise macht man das im team mit entsprechender Rollenverteilung.

Wir durften insgesamt 4,5 Stunden spielen, mehrere tausend Kugeln versenken und am Ende noch ein lecker Spanferkel verzerren. Hervorragend. Viele Bilder gibt’s hier.

Übrigens gibt’s beim Paintball Regeln. In unserem Fall hatten wir 2 Marshalls zu Hand, die jeden Treffer oder auch nicht Treffer kommunzierten und ggf. den jeweiligen Spieler vom Feld verwiesen haben. Im Gegensatz zu Deutschland, fliegen hier die Kügelchen bis zu 300 km/h. In Deutschland sind es „nur“ 260 km/h. Letztlich reicht es aus, dass Treffer auf den Körper zu einem blauen Fleck oder Bluterguss führen. Je nach Einschlagswinkel auch zu einer Abschürfung. Zudem liessen uns die Veranstalter (Ex-Vize-Weltmeister) wissen, dass es sich bei Paintball um einen schnellen, kräftezerrenden Sport handelt. Aus Prinzip (und weil es wohl rufschädigend wäre) sind in Dornbirn Camouflage-Klamotten und anderes Militär-Outfit verboten. Ich find’s gut. Paintball spielen könnte zu einem echten Hobby werden. Es macht nicht nur Spaß, sondern würde meinen Körper (Mitte 30) auch noch fit halten.

So sieht das übrigens bei den Profis aus:

Veröffentlicht von

adrenalin.pur

Ich liebe Adrenalin und alles was halbwegs kickt. Ob hoch, schnell oder andersartig - das Gefühl zu wissen, dass man lebt oder das selbige selbst in der Hand hat ist einzigartig und nicht duplizierbar!