Alpine Coaster: Mit Vollgas ins Vergnügen

Zunächst die Facts der längsten Alpenachterbahn:

  • Streckenlänge: 3.535 m
  • Höhe der Bergstation: 1.550 m
  • Höhendifferenz der Alpine Coaster Strecke: 500 m
  • Fahrzeit (je nach Geschwindigkeitswahnsinn): ca. 10 – 12 Min.
  • Höchste Stelle über dem Boden: 6 m
  • Fazit: Adrenalinrausch total

Natürlich muss es auch im einmaligen Sommerurlaub richtig knallen. Letztlich will man wissen, dass man lebt. Also gehört zum Pflichtteil auch der Besuch der längsten Achterbahn der Alpen. Diese hat allerdings mit Kopüber-Fahrten und Saltis wenig gemeinsam. Vielmehr rauscht man auf eine Art Schlitten in einem Höllentempo – wenn man den so will – die 3,5 km zurück ins Tal.

Zunächst heißt es aber erst Mal „Alles anschnallen!“ beim sogenannten Alpine Coaster. Mit an Bord auf dem mit max. 2 Personen besetzbaren roten Rennrodel war mein fast 4-jähriger Sohn. Die einzige Steueroption ist ein Hebel, mit dem man aktiv die Bremsen lösen kann um (noch) schneller zu werden.

Nachdem der Start erfolgt und die Bremsen des Schlittens gelöst wurden ging’s auch schon bergab. Erst langsam und dann immer schneller. So schnell, dass man an manchen Stellen ganz automatisch vom „Gas“ gegangen ist. Denn die Wellen und Kurven haben es ordentlich in sich. Von wegen Naturspektakel. Von Natur kann, außer den eiweissreichen Insekten, die man bei weit geöffnetem Mund verschluckt, keine Rede sein.

In bis zu 6 Meter Höhe geht’s mit dem Rodel auf blanken Schienen talabwärts. Meine Höchstgeschwindigkeit könnte ich nur schätzen. Vielleicht 30 km/h, vielleicht auch 50 km/h. Wer weiß. Das Herz raste, das Blut brannte und die Glückshormone spielten bei dem Geschwindigkeitsrausch verrückt. „Schneller, schneller“, ließ mich mein Kleiner wissen. Action pur.

Für Adrenalinsüchtige bietet der Alpine Coaster jede Menge Wellen (bei denen man jedesmal meint die Haftung zu verlieren) und einige extreme Steilkurven. Da die Strecke teilweise durch den Wald hindurch führt, ist auch nicht jeder Streckenabschnitt des Alpine Coasters einsehbar. So steckt mindestens die erste Schlittenfahrt voller Überraschungen.

Ob man übrigens den kostenpflichtigen Sessellift nutzen oder selbst bis zu Mittelstation „Untermarker Alm“ hinausteigen möchte, ist jedem selbst überlassen. Wer mehr als 1x fahren möchte wird wohl eher zum Sessellift greifen. Der Alpine Coaster ist übrigens das ganze Jahr befahrbar und damit nicht nur ein einzigartiger Sommerspaß.

Gut gefällt mir auch die Selbstangabe der Imster Bergbahnen zum Fahrgerät:

Die längste Alpen-Achterbahn der Welt gleitet in Imst über Stock und über Stein.

Veröffentlicht von

adrenalin.pur

Ich liebe Adrenalin und alles was halbwegs kickt. Ob hoch, schnell oder andersartig - das Gefühl zu wissen, dass man lebt oder das selbige selbst in der Hand hat ist einzigartig und nicht duplizierbar!