Wasserkobolde und Gletscherdämonen auf der Geisterklamm

Nach dem Besuch der sehenswerten Zammer Lochputz Klamm hatten wir uns nun auch zugetraut den Weg zur Leutascher Geisterklamm zu wagen um dort den berüchtigten Klammgeist anzutreffen.

Bei der Geisterklamm in Leutasch (bei Seefeld) handelt es sich um einen Erlebnissteig – analog zur mystischen Zammer Lochputz Klamm bei Zams/ Imst. Wem aber die Schwindel erregenden Einblicke in das Tiroler Wildwasser hier noch nicht genug war, sollte unbedingt die Geisterklamm aufsuchen – kein Vergleich!

Etwas lästig ist die Anfahrt zur Geisterklamm in Leutasch, die an der grenze zwischen Bayern und Tirol liegt. Hat man das aber est Mal geschafft wird man von den spektakulären Einblicken begeistert sein. Zumindest dann, wenn man keine Höhenangst hat.

Der Eintritt auf die Leutascher Geisterklamm ist übrigens kostenlos. Zahlen muss man nur für den Parkplatz direkt davor. 5 Euro sind aber für diesen Erlebnisspaß locker zu verkraften.

Der 3 km lange Erlebnissteig durch die imposante Schlucht bietet neben allerhand Informationen – vermittelt durch Kobolde und Dämonen – rund um die Klamm auch außerordentlich viel Höhen-Adrenalin. Denn der Klammgeistweg läuft unter anderem auf einem 800 m langen Steg, der in bis zu 40 m Höhe über der Klamm verläuft. Teils steil in die Abhänge und direkt in den Fels geschlagen. Teils mit direktem Blick durch den Gitterrost in den Abgrund auf rauschende Kaskaden, sprudelnde Strudel und bizarre Felswände. Wer hier nur etwas Höhenangst hat, wird auf diesem engen Erlebnissteg nicht glücklich werden oder für immer seine Höhenangst überwunden haben.

Hat man die 800 m auf dem adrenalinhaltigen Steg überwunden hat man durch die Gletscherdämonen und Wasserkobolde reichlich über die Ursprünge der Klamm, die Kraft der Gletscher während der Eiszeit und die Gesteine der Klamm erfahren. Ehe man aber den Rückweg durch ein hügeliges Waldgebiet antreten kann, muss man sich aber noch einer letzten Herausforderung stellen. Ehe man wieder wirklich festen Boden erreicht heißt es nämlich einen 40 m hohen und engen Steg über die Schlucht zu überqueren. Schon auf dem Weg hin zu diesem Übergang wird man durch ein vertikal ausgelegtes, rotes Seil am Steg auf die Höhe der gleich anstehenden Überquerung vorbereitet. Dieses Seil vermittelt wie tief die Schlucht beim Übergang sein wird. Horror pur. Zumindest dann, wenn man sich zu sehr mit soclhen Gedanken beschäftigt.

Alle Adrenalin Junkies werden freilich erst Mal auf dem Übergang verweilen um Ausblick und Tiefblick in die Schlucht sowie in die ängstlichen Gesichter der anderen mehr oder weniger Wagemutigen zu geniessen.

Wunderbar. Atem(be)raubend. Erlebnisreich.

Veröffentlicht von

adrenalin.pur

Ich liebe Adrenalin und alles was halbwegs kickt. Ob hoch, schnell oder andersartig - das Gefühl zu wissen, dass man lebt oder das selbige selbst in der Hand hat ist einzigartig und nicht duplizierbar!