Indoor Kart fahren in München

Ein Jahr geht zu Ende und 15 Arbeitskollegen und ich wollen trotz 365 Tage Vollgas beim Indoor Kart fahren in München nochmals Vollgas geben. Man bekommt eben nie genug.

Also kurzerhand das Monday Night Special gebucht und pünktlich am Abend um 18 Uhr eingecheckt. Als Rennkart-Amateur braucht man außer bequemes Schuhwerk nichts mitzubringen, denn der Kartpalast stellt fast alles:

  1. frisch gewaschene Renn-Overalls in verschiedenen Größen
  2. frisch gewaschene Sturmhaube
  3. Helm
  4. Kart

Nach unheimlich viel Spaß bei der Rennoverall-Anprobe gings dann zur Rennbesprechung. Neben einem Überblick über das nun folgende (6 Runden Qualifying, 12 Runden Rennen, Kartwechsel, 12 Runden Rennen) wurde man nur auf die üblichen Sicherheitshinweise und Bedeutungen der diversen Rennflaggen aufmerksam gemacht. Für manch eine(n) gings links rein und rechts gleich wieder raus.

Dann ging’s schon auf die 600 m lange Rennstrecke, die neben Curbs mit 2 Tunnels und Brücken ausgestattet war. Es war also ein heiteres auf und nieder zu erwarten.

Mein erstes Kart trug die Nummer 37. Kaum aus der Box heraus stellte ich fest, dass die Beschleunigung des 6,5 PS startken Boliden zu wünschen übrig ließ. Egal, Gas! Das zweite Pedal (Bremse) kam am Anfang nur kaum zum Einsatz, was zur Folge hatte, dass ich dann doch mal in die Curbs geflankt bin. Evtl. auch aufgrund eines Schubsers eines Kollegen hinter mir.

Das Qualifying diente dazu, sich mit der Rennstrecke in München bekannt zu machen. Natürlich haben wir uns nicht mit warmfahren aufgehalten, sondern sind gleich richtig aufs Gaspedal getreten. Schon in der ersten Kurve schoß dann das Adrenalin nach oben. Hart am Limit schossen wir dann links herum auf die erste Brücke zu, bei der die eine oder andere sogar Höhenangst bekam. Na ja. Kaum rauf, gings wieder runter, ebenfalls in eine 360° Linkskurve und anschließend unter der Brücke hindurch um anschließend wiederum durch eine gestreckte Linkskurve auf die 2 Brückenüberfahrt zu zusteuern. Deren Abgang war dann doch reichlich schwierig, ehe man dann auf eine lange Gerade gelangte um am anderen Ende durch eine Schikane fahren durfte.

100% Konzentration war nicht nur aufgrund des Streckenverlaufs gefordert. Auch Kartfahrer vor und hinter einem mussten beachtet werden. Abrupte, manchmal unerfahrene Bremsmanöver endeten in einem kleineren Boxauto-Geschubse. Nachdem wir auch alles Amateure waren, die ihre Rennerfahrung ausschließlich im Fernsehen oder vor dem PC gemacht hatten, waren auch die Überholmanöver in den Kurven extrem unorthodox und hart.

Trotz allem gelang es mir im Qualifying 2. zu werden und im ersten Rennen aufgrund eines Fahrfehlers meines Kollegen in Front zu gehen. Dieser revanchierte sich allerdings kurze Zeit später mit einem Schubser, und mein Kart lernte erneut die Curbs kennen. Am Ende wurde ich dann aber noch dritter. Die schnellste Runde hatte ich mit knapp 51 s gemeistert. Das Rennen über 12 Runden dauerte etwa 11 Minuten.

Im zweiten Rennen wurden die Karts getauscht und zwar nach folgendem Prinzip: Der Erste mit dem Letzten, der Vize mit dem Vorletzten etc. Mein nächstes Kart hatte die Nummer 15. Mit diesem gelang mir dann auch eine 49 s-er Rundenzeit und am Ende der 2. Platz. In der Gesamtwertung konnte ich mir damit den 2. Platz sichern.

Als Team Event sowie als motorisierte Bespassung unter Freunden kann ich Indoor Kart fahren nur empfehlen. Die Karts und die Strecke im Kartpalast München sind ok.

Zu bemängeln gibt es wenig am Kartpalast München:

  • Das Special hatte seinen Preis (449 €), was aber für 16 rennfreudige Kollegen völlig ok war. Das man aber vor Ort noch 2,50 € für eine Mitgliedschaft zahlen mußte ist doch sehr fragwürdig.
  • Einer der beiden Rennleiter bzw. des Streckenpersonals hatte wohl schlechte Laune und war leicht zu erregen. Unsere direkte Fahrweise gefiel ihm dann überhaupt nicht.
  • Nach verrichtetem Kart Rennen freuten wir uns auf Speis & Trank. Das Service-Personal war aber nicht wirklich service orientiert. Na ja, deren fehlender Income.

Foto: © budbud – sxc.hu

Veröffentlicht von

adrenalin.pur

Ich liebe Adrenalin und alles was halbwegs kickt. Ob hoch, schnell oder andersartig - das Gefühl zu wissen, dass man lebt oder das selbige selbst in der Hand hat ist einzigartig und nicht duplizierbar!