Mein erstes Krav Maga Sparing

Endlich war es soweit. Mein erstes Sparing im Krav Maga. Juhu. Mundschutz rein, 10 Unzen Boxhandschuhe an und Schienbeinschützer dran. Und jetzt? Ehe „es“ losging, musste ich erstmal folgende Fragen geklärt wissen:

  1. Was ist das Ziel des Sparings?
    Ziele bzw. Aufgaben gab in diesem Fall der Trainer vor. Z.B. wurde angesagt, dass bei einem bestimmten Signal nur eine Person angreift während der andere Sparingspartner ausschließlich verteidigt.
  2. Wie stark schlägt man beim Sparing zu?
    Die Intensität erfokgt in Abstimmung mit dem Sparing-Partner oder durch Vorgabe des Trainers. Meist geht man mit 60-70% in den Kampf hinein.
  3. Was ist Sparing?
    Eine Kampfsimulation, die eine reale Auseinandersetzung andeuten möchte. Da im Sparing relativ frei gegkämpft, eingesteckt und ausgeteilt wird, ein gewisses Chaos herrscht, ist der Adrenalinfaktor bereits um ein vielfaches höher. Vorher einstudierte Schlagabfolgen sind schnell vergessen, da man während des Nachdenkens bereits mit Schlagsalven des Partners eingedeckt wird. Angriff ist hier die beste Verteidigung. Nur wer angreift, beherrscht die Situation. So der Gedanke.

Gesagt, gefragt, geboxed! Keine Ahnung, was ich vorher von Sparing gedacht hatte. Währenddessen und danach war alles anders. Schnell stellt man fest, dass man schnell eine auf die Nase bekommt, wenn man nicht aufpasst. Sparing oder besser gesagt der Anlaß „Selbstverteidigung“ läuft nicht in geordneten Bahnen ab. Kein Gentleman Duell, sondern „du oder ich!“.

Sparing ist beim Krav Maga ein wichtiger bestandteil des Trainings. Hier hat man die Möglichkeit, das Erlernte in die Tat umzusetzen oder besser gesagt, dass was dann an Schlag- und Verteidigungstechniken in der Hektik im Kopf geblieben ist. Adrenalin sorgt dafür, dass man anders denkt. Reflexe und Instinkte regieren dann den Körper und die damit verbundenen Extremitäten. Übung macht den Meister.

Hier finden sich weitere Infos zum Krav Maga Fight Club München.

Foto: © vierdrie – sxc.hu

Veröffentlicht von

adrenalin.pur

Ich liebe Adrenalin und alles was halbwegs kickt. Ob hoch, schnell oder andersartig - das Gefühl zu wissen, dass man lebt oder das selbige selbst in der Hand hat ist einzigartig und nicht duplizierbar!