Kartfahren – Kleine Rennboliden geben Alles

Wie mit Vollgas angekündigt, durfte ich einen ganzen Tag dem Erlebnis Kartfahren frönen. Die meiste Zeit allerdings als Zuschauer, dem allerhand geboten wurde. Den das Charity Projekt Race-4-Kids bot neben dem Rennspektakel „Kartfahren“ allerlei anderen abgefahrenen Augen- und Adrenalinschmaus. Neben kaum erträglichen, adrenalingefährdeten Auftritten von Loona und Daniel Schumacher zeigten Timo Scheider in seinem DTM-Rennwagen, die Nintendo Race Kids in ihren getunedten Race Carts, ein Grand Prix Race Truck am Boden und Hannes Arch (Red Bull Air Race World Champion) mit seinem Red Bull-Vogel in der Luft Ihr atemberaubendes Können. Zudem liefen an allen Ecken und Enden Promis rum – de facto kam man aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Kartfahren – Rennablauf

Das Kartfahren selbst wurde untergliedert in 2 halbstündige Trainings, einem Qualifying und einem 4 stündigen Rennen. Bei einer Teamgröße von 6-8 Mann bzw. Frau wurde jeder Kartfahrer 45 – 60 Minuten gefordert und kam so auf jeden Fall auf seine Kosten. Ich wurde dem Team rund um Miriam Höller und Jochen Schweizer zugeteilt. Ergänzt wurde das Race Team um Mac Sandritter, die 2 Rennschweizer Marc und Axel sowie Markus und mir. Insgesamt gingen 22 Teams an den Start.

Im Training heiß gefahren haben wir Max und den Rennschweizer Marc ins Qualifying geschickt. Beide hatten zuvor im Training Bestzeiten gefahren. Und da – wie auch bei jedem anderen Rennen – die Startposition kriegsentscheidend sein kann, haben wir die schnellsten Flitzer entsandt. Aufgrund eines technischen Mangels, konnten wir am Ende aber nur Rang 15 herausfahren. Ursache war ein Bremsdefekt an der Gas-Brems-Regulierung, die durch eine Vollbremsung meinerseits im Karttraining zuvor verursacht wurde.

Rechtzeitig zum 4 Stunden Rennen, mit 7 Pflichtfahrerwechseln und einem Tankstopp, wurde unser Kart aber wieder instand gesetzt. Danke dafür. So konnten Max und Marc, die 2 ersten Fahrer in unserer ausgeklügelten Team- und Boxenstopptaktik sehr schnell auf Platz 1 vorfahren. Nach den ersten Wechseln fielen wir dann auf Platz 5 zurück. Nach 2,5 Stunden durfte ich dann auch mein rennfahrerisches Können zeigen. Gut gestartet, hatte ich nach knapp 15 Minuten einen irreparabelen Motorschaden, der mich zwang die Werkstatt aufzusuchen. Ein schneller Check ergab: „Aus fürs Kart!“.  Ein Ersatz war schnell organisiert, aber aufgrund des doch längeren Boxenaufenthalts waren wir schon etliche Male überrundet worden. Hinzukam dann auch noch, dass der kleine Rennbolide völlig „kalt“ war. Sprich der Motor und die Reifen waren weit weg von Betriebstemperatur und so entwickelten sich die nächsten 15 Minuten zu einer lustigen Rutschpartie. Keine Chance hier dem heranrasenden Feld Contra zu bieten. Am Ende wurden wir doch noch 14.

Einzig zu bemängeln waren die teils sehr hohen Preise bei der Essensausgabe, die allerdings allerhand zu bieten hatte. Ich selbst hatte das Glück offizieller Essensträger und Autogrammverhinderer des Actionmodels Miriam zu sein und kam so in den Genuß der kostenlosen VIP-Verkostung. Eins sag‘ ich Euch, um das Essen dort beneide ich die Stars und Sternchen wirklich nicht. Hilfe, war das unterirdisch.

Ansonsten war der Renntag in Friedrichshafen phänomenal!

Veröffentlicht von

adrenalin.pur

Ich liebe Adrenalin und alles was halbwegs kickt. Ob hoch, schnell oder andersartig - das Gefühl zu wissen, dass man lebt oder das selbige selbst in der Hand hat ist einzigartig und nicht duplizierbar!