Indoor Skydiving Bottrop – 12 Minuten freier Fall

Indoor Skyding ist wohl die sicherste Art einen Freifall wie beim Fallschirmsprung zu genießen. Der Freifallsüchtige muss sich weder seiner Höhenangst, einem durchschüttelnden Steigflug, noch schlechtem Wetter aussetzen. Ist das Bottroper Indoor Skydiving deswegen langweilig? Keineswegs! Denn der Sprung im Windkanal Bottrop in einen knapp 200 km/h schnellen Luftstrom bedarf durchaus etwas Mut und Selbstvertrauen in das notwendige Austarieren des eigenen Körpers darin.

In der nachfolgenden Reportage kann man sehen, wie schwer sich Bodyflying Einsteiger tun und was die professionellen Body Flyer und Sky Diver in dem Windkanal anstellen können:

Gebeugt wie eine Banane, Arme und Beine leicht angewinkelt, Arm- und Fussgelenke locker, Kopf im Nacken sind Voraussetzung für einen kontrollierten Flugspaß im Pott.

So fliege ich im Skydiving Windkanal

Wie man sieht, gebe ich mir größte Mühe ruhig im Windkanal zu fliegen. Obgleich es manchmal eiert, klappen Drehungen, Steig- und Sinkflüge und der alleinige Ausstieg schon ganz gut.

Im Gegensatz zum Bodyflying in Mönchen-Gladbach wurde ich beim Indoor Skydiving Bottrop auch nicht den Drehbewegungen eines 1000 PS starken Rotors ausgesetzt. So können bereits Kinder ab 4 Jahre (und ich) nahezu problemlos im Bodyflying-Windkanal fliegen. Ich selbst durfte aufgrund freier Slots insgesamt 6×2 Minuten in den Windtunnel. Geil.

Ein Dank für das Bodyflying-Bild oben bzw. das Windkanal-Video geht an den Sky-Diver!

Ein Tipp für die Betreiber der Anlage: Indoor Skydiving ist cool! Zuschauen macht riesig Spaß. Aber es fehlt die passende Musik. Los, Mukke machen!

Den Boden unter den Füssen verlieren

Das Fliegen hat die Menschen schon seit jeher fasziniert, denn was gibt es Schöneres als die physikalischen Gesetze außer Kraft zu setzen und einmal selbst die Schwerelosigkeit am eigenen Körper zu erleben und alles um sich herum zu vergessen?

Mitten in meinem Erholungsurlaub war es dann soweit, endlich durfte ich meine Kräfte bzw. mein Körpergewicht mit 1.000 PS messen. Beim Body Flying in Mönchengladbach. Ich vs. Turbine. Wer hat wohl gewonnen?

Nun ja, ich war klar im Nachteil, denn man hat mir einen Körperanzug für Schwergewichtige verpasst. Also, keine Chance. Der Motor ging an und mit ein wenig Hilfestellung durfte ich den simulierten Freifall geniessen. Ich weiß zwar nun noch nicht wirklich, wie sich Fallschirmspringer und Vögel fühlen – aber das Bodyflying war richtig geil. Ich konnte mich sogar einige Minuten frei im Luftstrom behaupten. Dafür habe ich mit Armen und Beinen gegen unsichtbare Widerstände gekämpft um Höhe und Ausrichtung zu kontrollieren. In einem nächsten Erlebnis werde ich mich wohl aus dem Flugzeug werfen und einen Fallschirm Tandemsprung wagen. Das kickt wahrscheinlich aufgrund der Höhe und des echten Freifalls um einiges mehr.

Insgesamt durfte ich mit dem Body Flying Gutschein 3 Runden a 4-5 Sessions a 1-3 Minuten fliegen (versuchen).  Die Zeit hat allemal ausgereicht – mehr hätte ich nicht verkraftet, da das Body Flying sehr anstrengend ist. Andere Teilnehmer mit anderen Gutscheinen durften teilweise nur eine oder zwei Runden fliegen. Der Partner selbst macht das Bodyflying seit vielen Jahren und ist super. Zudem hat er mir ein gewisses Talent assistiert. In meinem nächsten Leben werde ich also Engel.

Am nächsten Tag hatte ich erst mal einen ordentlichen Rausch. Einen Muskelkaterrausch. den die oben angeführten scheinbar wenigen Minuten haben es für einen ungeübten ordentlich in sich.

P.S.: Mir ist klar, dass das Tandemfallschirmspringen eine ganz andere Sache ist. Echter und nicht wirklich in einem Freifallsimulator nachbildbar – zumindest nicht für die Fallschirmsprung-Profis. Für mich als Freifall-Amateur, war ich aber dem Erlebnis „Tandemfallschirmspringen“ schon extrem nahe.