Zwischen Himmel und Hölle

Mit zunehmendem Alter fängt mal wohl an Risiken anders zubewerten.

Im Kleinkindalter waren mir die Werte „Leben“ und „Tod“ völlig unbekannt. Zug um Zug haben mir wohl Eltern, Kindergarten, Freunde etc. versucht den Sinn und Nutzen darin näher zu bringen. Heute versuche ich selbiges bei meinen Kindern. Damals aber habe ich mir keinen Kopf darüber gemacht. Selbst der Tod der weit entfernt lebenden Großmutter sorgte für keinen großen Schmerz.

Als Jugendlicher fühlte ich mich übermenschlich, unverwundbar, bereit die Welt aus den Angeln zu heben. Mit über 200 Sachen per postgelber Honda (Fireblade CBR 900 RR) ohne Helm einmal die Umgehungsstraße hoch und runter zu flitzen sorgte für Entspannung. Das Buzzword „Entschleunigung“ stört mich noch heute. Gedanken zu möglichen Folgen einer solch kopflosen Aktion kamen nicht annäherend in den Kopf.

Vor allem mit der Gründung einer kleinen Familie hat sich aber das schlagartig verändert. Nicht nur die Sorgen um die engsten Anghörigen hat extrem zugenommen, sondern auch die Verantwortung über das eigene Verhalten. Adrenalinhaltige Erlebnisse wie Bungee Jumping, Fallschirm Tandemsprung oder Baseflying – bei denen bewußt die Angstlust ausgereitzt und gegen den menschlichen Instinkt gearbeitet wird – sorgen für unendlich viele Gedanken rund um Leben und Tod. Am Ende wagt man den Schritt ins Leere. Natürlich ist dieser waghalsige Schritt bestens gestützt. Und zwar auf den statistischen Unmöglichkeiten eines Unfalls und der Gewissheit der sehr hohen Sicherheit des jeweiligen Anbieters. Trotz allem bleibt der durch den augenscheinlich lebensbedrohenden Sprung ausgelöste Adrenalinkick.

Mit Sicherheit empfinden Mittzwanziger diesen Adrenalinrausch anderst als Enddreissiger. Und das ist sicherlich auch gut so. Mit zunehmendem Alter (und ich bin nun Ende 30) nehmen die Gedanken über Leben und Tod zu. In Bezug auf die eigenen Eltern, die eigene Familie, als auch über die eigene Lebenserwartung. Diese phasenweise auftauchenden Gedanken, die mit unterschiedlicher Intensivität „einschlagen“, gehören zum Erwachsenwerden dazu. Wer hier sein ungeklärtes Heil nicht in einer Religion sucht, beschäftigt sich eventuell sein Leben lang mit der Zeit danach. Letztlich kann man sich glücklich schätzen, bereits so alt geworden zu sein. Ich gratuliere Euch. Bis hier her habt Ihr es schon geschafft.

Foto: © GlennPeb – sxc.hu

Krav Maga Prüfung Level 1

Im Rahmen der IKMF Krav Maga Masters Tour 2010 in München wurde uns Keepsafe-Padwanen der Practitioner Level 1 abgenommen. Der IKMF-Test wurde von Eli-Ben am Ende der Münchner Krav Maga persönlich innerhalb einer gefühlten 3/4 Stunde durchgeführt. Dabei bediente sich der israelische Krav Magist mit Expert Level 3 überwiegend aus dem nachfolgend aufgelisteten Repertoire, dass als Grundlage für den 1. Kravmaga Leveltest der International Krav Maga Federation gilt. In diesem speziellen Fall wurde der Test des Israelis in englischer Sprache abgehalten. Übersetzungen waren aber erlaubt. Um’s vorwegzunehmen: Am Ende hatte alle Prüflinge den Test bestanden, ihr erstes gelbes Patch sowie die schriftliche Bestätigung in ihrem Krav Maga Ausweis erhalten.

Da sich die Voraussetzungen für den Practitioner Level 1 zukünftig ändern können, übernehme ich a) keine Gewähr für die unten stehenden Angaben und b) führe ich nicht alle möglichen und zu bewältigenden Aufgaben auf. Ich beschränke mich auf die wesentlichen Selbstverteidigungstechniken.

Allgemeine Voraussetzungen

1. Theoretische Grundlagen
Theoretische Fragen, die freiwillig von einzelnen Prüflingen beantwortet werden durften, drehten sich z.B. um

  • Wann kann eine Hamerfaust eingesetzt werden? (Lösung: Als Folgeaktion nach einem Tritt auf die Genitalien.)
  • Wann muss man sich nach hinten abrollen oder einen „Hard Break“ realisieren? (Lösung: Nach einem Stoß oder rückwärtsstolpern.)

2. Ausgangsbasis
Das notwendige Repertoire an Maßnahmen musste aus allen relevanten Ausgangssituationen abgerufen werden können:

  • passive outlet stance (= passive Stellung; Fußstellung ist parallel, die Arme hängen nach unten – ein Angriff kommt unerwartet)
  • semi-passive outlet stance (= halbaktive Stellung mit parallel gestellten Füßen und angehobenen Armen; hier reagiert man vorsichtig auf die Bedrohung, bleibt aber deeskalierend)
  • active outlet stance (= Kampfstellung mit versetzten Beinen und angehobenen Armen; hier erwartet man einen Angriff)

3. Partner
Alle Verteidigungs- und Gegenangriffstechniken sollten mit und ohne Partner angewandt werden können. Während der Krav Maga-Prüfung bedeutete das, dass je nach Ansage von Ben die Taktiken mit bzw. ohne Partner durchgeführt werden mussten.

4. Beidseitigkeit
Obwohl es in der Natur des Menschen liegt, auf einer Seite (Hand/Bein) motorisch besser und physisch stärker zu sein, gilt es beim Krav Maga beidseitig die erlernten Taktiken anwenden zu können. Der Grund liegt im Wesen der Selbstverteidigung selbst. Den vermeintlichen Angriff bzw. die Seite des Angriffs durch einen Aggressor kann man sich nicht aussuchen. Schlag-, Tritt- und Abwehrtechniken sollten also sowohl mit links als auch mit rechts ausgeführt werden können.

5. Check der körperlichen Verfassung
Drills, Liegestütze, Liegestütze, Liegestütze, Drills und andere spielerische Übungen sollten zu einer ausreichenden Grundkondition geführt haben. 30 Liegestütze wurden auch in meiner Level-Prüfung gefordert.

6. Kombinationen
Unter Berücksichtigung der vorangegangenen Punkte 1-5 wurden die Level 1-Anwärter auch dazu aufgefordert „Kombinationen“ zu realisieren. Zum Beispiel sollte nach einem Schnapptritt die Vorwärtsbewegung mit der logisch zu folgenden Hammerfaust von oben erfolgen. Nach einem Tritt in die Weichteile ist davon auszugehen, dass sich der Gegner in gebeugter Haltung befindet. Alternativen in dieser Situation wären auch ein Kinnhaken oder ein Kick mit dem Knie Richtung Kopf des Aggressors. Die Kombinationen wurden vom Prüfer vorgegeben

7. Koordination
Bei Angriffen will auch das richtige Fallen (Hard Break aus dem Stand nach vorne/hinten), Abrollen (vorwärts/rückwärts) sowie das Aufstehen (vorwärts/rückwärts inkl. Sprint) gelernt sein.

8. Aktion nach erfolgreicher Abwehr
Nach (und teilweise während) jedem Angriff gilt es sich schnell einen Überblick über die Gesamtlage und seine jeweilige Umgebung zu schaffen = Scanning. Anschließend gilt es den schnellstmöglichen und sichersten Weg zur rettenden Tür einzuschlagen.

Wer sich auf den Practitioner 1 vorbereitet, hat wohl die größte Panik die Techniken nicht richtig anwenden zu können. Nachfolgend habe ich ein paar Videos aufgeführt, die einen Teil der Aufgaben beim Practitioner Level 1 gefordert werden.

Schlagen

Gerade zum Kinn mit offener Handfläche und geschlossener Faust

Horizontaler Schlag mit dem Ellenbogen nach Vorne, zur Seite, nach Hinten

Vertikale Hammerfaust nach Vorne, nach Unten, nach hinten

Horizontale Hammerfaust zur Seite, nach hinten

Treten

Kick mit dem Knie nach oben

Stampftritt nach vorne

Kick nach hinten

Abwehr gegen Schläge von außen – Outside defenses

Ellenbogenabwehr (360°) gegen alle Seiten inklusive Gegenangriff

360° inklusive Counterattack und schnellem Rückzug bei Messerangriffen von oben und unten

Abwehr gegen Schläge von innen – Inside defenses

Inside Defense gegen gerade Schläge inklusive gleichzeitigem Gegenangriff mit offener Handfläche und geschlossener Faust

Abwehr gegen Würgen

Würgen von Vorne und Counterattack mit Schnaptritt und Schlägen zum Gesicht

Würgen von der Seite: Lösen, Schlag mit der Handfläche in die Genitalien, Ellenbogen hochziehen in Richtung Kinn und Seitwärtskick

Würgen von hinten: Lösen, Seitwärtsschritt nach hinten inkl. Drehung und Hammerfaust

Schwitzkasten seitlich: Kopf weg von Armbeuge drehen, Hände nach hinten in Richtung Gesicht des Gegens werfen, Griff ruckartig lösen, drehen und Counterattacks mit Knie und Hand zum Kopf

Würgen am Boden

Abwehr unter Einsatz von herkömmlichen Dingen

Abwehr von Angriffen mit Tasche, heißem Kaffee, spitzigem Regenschirm, Steinen usw.

Am nächsten Tag konnte ich die Prüfung eines Level 4-Anwärtes beobachten. Der P4-Prüfung gingen voran P1- und P2-Prüfungen anderer IKMF-Schüler. Interessanterweise musste der Prüflung des Practitioner Level 4 auch die Inhalte der Practitioner 1 und 2 mitmachen. Ob das die Regel ist, weiß ich nicht. „Können“ sollte man die „alten“ Techniken sowieso. Bei den höheren Level-Prüfungen hatte der Level-Prüfer – in diesem Fall ebenfalls Eli-Ben – deutlich genauer und fordernder auf die Ausführung der Angriffs- und Abwehrtechniken geschaut. Am Ende ist meines Wissens nach aber trotzdem keiner durchgefallen.

Kosten Prüfung Practitioner 1 Level
Neben den Kosten für den IKMF Pass in Höhe von derzeit 25 € fallen je Krav Maga Leveltest weitere Prüfgebühren an. Für den P1 betrugen diese 30 €.

Weitere IKMF Prüfungen & Leveltests
In knapp einem halben Jahr werde ich mich wohl am P2 (Practitioner 2nd Level) versuchen. Diese Prüfung wird mir vermutlich der IKMF Direktor John beim Münchner Krav Maga Anbieter abnehmen. Die P3 wiederum muss dann wieder durch einen der israelischen Masters abgenommen werden. Nach 4 Practitioner Level (gelbes Abzeichen) folgen übrigens 6 Expert Level (rotes Abzeichen) und anschließend 3 Master Level. Hier finden sich alle IKMF Krav Maga Graduierungen auf einen Blick.

IKMF Krav Maga Masters‘ Tour Erfurt

… die Nacht im Erfurter Krav Maga Studio verbrachten John, Sebastian und ich tatsächlich in einem echten Boxring. Weichgebettet auf aufblasbaren Reisebetten. Um 4 Uhr morgens hieß es dann endlich „Gute Nacht, Johnboy!“ und „Schlaf gut, Kampfpuschel“. Dann fielen auch mir die Augen zu.

Krav Maga Masters‘ Tour, Teil 2

Pünktlich um 7 Uhr klingelte das erst Mal der Wecker. Ein Morgenlauf schied aber aufgrund einer Totalverweigerung des Körpers aus. Bis zum Start des 5stündigen Krav Maga-Programms hatten wir aber noch 4 Stunden Zeit. Leider nutzten wir die Zeit nicht für ein kräftefüllendes Frühstück. Zum Glück stiftete der Studio Inhaber Christian den müden Gladiatoren Kaffee, Brezel und süßes Gebäck, sonst wäre der Akku im Laufe des Tages deutlich früher leer gewesen. Tipp: Auf jeden Fall richtig & gesund & leicht frühstücken! Körper & Geist (ver)brauchen jede Menge Energie.

Nach und nach erschienen immer mehr Teilnehmer der Erfurter Krav Maga Masters‘ Tour. Kurz vor 11 Uhr trafen dann auch die gutgelaunten, israelischen IKMF-Vertreter ein – obgleich auch sie nur wenige Stunden Schlaf hatten. Wie auch am Vortag bei der IKMF Krav Maga Masters‘ Tour in München, hatten sich Avi Moyal (Krav Maga Expert Level 1), Gaby Noah (Krav Maga Expert Level 2) und Eli-Ben Ami (Krav Maga Expert Level 1) die Aufgaben geteilt. Während Eli-Bensich um die Abnahme der diversen Leveltests kümmerte und Hilfestellungen bei Durchführung der Übungen gab, konzentrierten sich Gaby und Avi auf die Vermittlung und Vorführung der Selbstverteidigungstechniken. In Erfurt standen folgende Krav Maga-Themen auf dem Programm:

  1. Defend your friend (Partnerschutz)
  2. Weapon Defence (Verteidigung gegen Waffen, vor allem Schusswaffen & Stichwaffen)

Defend Your Friend-Tactics

Idealerweise erkentn man eine Gefahrensituation für eine befreundete oder verwandte Person sehr früh. Dann ist man noch in der Lage die Situation evtl. konfliktfrei zu lösen. Ist eine aggressive Handlung des Angreifers nicht mehr vermeidbar, hilft nur noch entschlossenes Handeln. Der Fokus bei jeglichem Tun liegt aber immer auf der Zielperson, die es zu beschützen gilt. Man kann einen heraneilenden Angreifer aus dem Hinterhalt oder von der Seite  „umleiten“. Man kan aber auch mit gezielten Beintritten den Angriff stoppen. Bei letzterem gilt zu beachten, dass der Aggressor wohl mit einer höheren Kraft angerannt kommt, als man selbst in der kurzen Distanz selbst aufbringen kann. Mit etwas physikalischem Sachverstand weiß man aber, dass ein Sidekick wohl zu einer nutzbringenden eigenen Körperdrehung führen wird oder dass man auch den zweiten Körper (der Zielperson) als Masse ins Spiel bringen kann. In beiden Fällen gilt es sich dann aber dem Partner zu zuwenden und diesen mit sanftem Druck einer Kontrolltechnik aus der Gefahrensituation zu bringen.

Weapon Defence

Im Visier standen Messer und Pistolen. Zunächst wurde die Einzelbedrohung geübt, dann die Fortsetzung der o.a. Partnerschutztechniken. Bei letzterem geht man – wie auch oben – davon aus, dass man als zunächst unbeteiligter in eine brenzlige Situation gerät. Dann heißt es biltzschnell zu entwaffnen, ein zwei Konter zu setzen und mit der zu schützenden Person das Weite zu suchen. Vor allem die schlagenden Konter mit einer Schusswaffe fand ich sehr ungewöhnlich, wenn auch sicherlich mehr als effektiv.

Weitere Bilder aus Erfurt gibt’s in der IKMF Fotogalerie.

Fazit IKMF Krav Maga Masters‘ Tour

Diese 2 Tage waren absolut der Hammer. Zu den Highlights zählen

  • das Kennenlernen & Erleben von Avi, Ben und Gaby
  • die Übernachtung im Boxring
  • der Leveltest „Practitioner 1st Level
  • die Take down- als auch Shut up-Technik
  • die defekten Handschellen
  • die Kontrolltechniken
  • das Trainieren mit anderen Krav Magisten unterschiedlichster Nationalität und Levels
  • niemals „Nie“ zu sagen

Essentielle Krav Maga Insights

Eine Unterhaltung mit dem griechischen Instructor Fotis war sehr aufschlußreich. Hierin ging es darum, wie man sich im Ernstfall mit dem bis dahin erlernten Krav Maga-Wissen wohl verhalten würde. Fotis entgegnete, dass man als Krav Maga Padawan eigentlich nicht in eine solche Situation geraten wird. Denn neben den vielen Selbstverteidgigungstechniken lernt man auch entsprechende Gefahren vorherzusehen und einzuschätzen. Mit dem Wissen um die Gefahr von Waffen und der unberechenbaren Aggressivität feindseliger Personen wird man rechtzeitig die Straßenseite wechseln um weder sich noch seine Begleitpersonen in Gefahr zu bringen.

Und auch die Worte von Ben werden mir in Erinnerung bleiben: Es gibt keinen Stillstand. Kontinuierliches Lernen und ein ständiges Arbeiten an sich selbst und seinen Techniken ist Voraussetzung für eine sichere Anwendung von Krav Maga. Damit schließt sich auch etwas der Kreis zu den Selbstverteidigungstechniken des Krav Maga. Auch hier gilt: Immer in Bewegung bleiben!

IKMF Krav Maga Masters Tour perfekt organisiert

Danke an den IKMF Director Germany John Freeman für die hervorragende Organisation. Leider kam er aufgrund der ganzen Organisationsarbeit selbst nicht dazu mitzutrainieren. Wer die nächste Masters‘ Tour nicht verpassen will, sollte sich der IKMF Fanpage oder die offizielle IKMF Krav Maga Website unter seinen Favoriten speichern. Wer sich noch ein Andenken der IKMF Masters‘ Tour ergattern möchte, sollte hier im Krav Maga Shop vorbeischauen. Ich war sehr froh über das Merchandizing vor Ort. Denn nur so kam ich in den Genuß regelmäßig das von Schweiß total durchnässte Shirt zu wechseln 😉

Beim nächsten Mal bin ich auf jeden Fall wieder dabei!

IKMF Krav Maga Masters‘ Tour München

Zur  Krav Maga Masters‘ Tour 2010 in München hatten sich über 50 Teilnehmer aus aller Welt eingefunden. Krav Maga Lernwillige mit den unterschiedlichsten Levels reisten aus Griechenland, Österreich, Dänemark, den Niederlanden, Israel und Belgien an. Die große Masse bildeten natürlich die Deutschen die bundesweit angereist waren um sich diesen einmaligen Event mit Avi Moyal, Gaby Noah und Eli-Ben Ami nicht entgehen zu lassen.

Das war die Krav Maga Masters Tour 2010 vom IKMF:

Folgende Themen standen am Nachmittag im 5-stündigen Krav Maga Workshop im Fokus:

  1. Defence against multiple attackers (Abwehr gegen Angriffe in der Überzahl mit und ohne Waffen)
  2. Restraints & control techniques (Kontrolltechniken)

Nach ein paar sehr kurzen einführenden Worten durch das israelische IKMF Urgestein, übernahm Gaby das Aufwärmtraining, dass es in sich haben sollte. Nach wenigen Minuten waren wir mehr als erwärmt und das erste Mal aus der Puste 😉

Avi übernahm und leitete über in die verschiedenen Selbstverteidigungstechniken in Unterzahl. Im Prinzip in einer Situation „einer gegen 2-4 Angreifer“.  Hier alle Abwehrtechniken zu beschreiben würde a) den Rahmen sprengen und b) nicht der hohen Qualität der IKMF Masters Tour gerecht werden. Daher beschränke ich mich auf ein paar wenige Highlights & Insights:

  • Hat man mehr als einen Gegner vor sich, gilt es sich schon bei der Abwehr (& Gegenangriff ) des ersten Angriffs Gedanken zu machen, wo und wie man sich anschließend positioniert. Man will ja nicht dem zweiten Aggressor blindlings in die Arme laufen.
  • Aufgrund der offensichtlichen zweiten Bedrohung, gilt es die erste Abwehr (& Gegenangriff) möglichst kurz und effektiv zu halten. Der nächste Aggressor könnte ja bereits am Ausholen sein.
  • Sind Waffen (Stockwaffen, Stichwaffen) im Spiel, gilt es sich immer erst der akuten Bedrohung zu zuwenden und nicht der vermeintlich verhängnisvolleren Waffe. Dabei muss man auch auf die Reichweite einer Waffe achten. Siehe auch Krav Maga Messerseminar.
  • Idealerweise bringt man bei der Abwehr des ersten Angreifers diesen in eine Linie zwischen sich und dem bereits heraneilenden zweiten Angreifer.

Nach einer kurzen Pause und einer erneuten „Aufwärmrunde durch Gaby“ gings dann um den 2. Teil „Kontrolltechniken“. Auch hier möchte ich nicht in die Details gehen, sondern ein paar Kernerkenntnisse und Erfahrungen preisgeben:

  • Kontrolltechniken (können dazu) dienen, einen bevorstehenden Konflikt vorzeitig zu beenden bzw. den Austragungsort möglicher Aggressionen räumlich zu verlagern. Aggressoren können so aus Discos mehr oder weniger mühelos ins Frei befördert werden oder zwei aufeinander zustürmende Personen „friedlich“ getrennt werden.
  • Besonders die wohl vom CIA geliebte Shut Up-Technik, als auch die Take-Down-Variante mit bis zu 3 „hilfsbereiten“ Personen wird mir in Erinnung bleiben.
  • Ebenso die sich nicht öffnenden Handschellen an meinem Rücken, die glücklicherweise Made in China waren. Dank Gabys Kombination aus unbändiger Kraft und Technicksachverstand konnte ich nach knapp 15 Minuten davon befreit werden. Leider verpasste ich dadurch den finalen Drill, bei dem die zuvor gelernten Kontrolltechniken unter körperlicher Belastung umgesetzt werden mussten.

Weitere Bilder der Krav Maga Masters‘ Tour München gibts in der Fotogalerie des IKMF Deutschland. Das Motto der Masters Tour hat Kim auf Krav Maga Zone zu 100% auf den Punkt gebracht.

Krav Maga Level Prüfung „Practitioner 1st Level“

Nach dem bereits mehr als spannenden Tag galt es dann nochmals alle Kräfte zu sammeln um den ersten Krav Maga Level „Practitioner 1st Level“ zu meistern. Die Prüfung abgenommen hat Eli-Ben Ami. Humorvoll aber ernst leitete er durch das Programm des  Krav Maga Prüfung Level 1 und 2. Ich selbst, wie auch die anderen Krav Maga Padawane von Krav Maga Keepsafe in München, freuten uns anschließend über das Abzeichen „Practitioner 1st Level“.

Ab nach Erfurt zur Krav Maga Masters Tour, Teil 2

Nach dem Level Test gings frischgeduscht Richtung Thüringen um dort am nachfolgenden Tag bei dem Krav Maga Masters‘ Tour Workshop „Defend your friend“ & „Weapon defence“ in Erfurt teilzunehmen. Mitten in der Nacht kamen wir in Erfurt im Contact Sports Club an. Christian Schwäblein, Kickbox Weltmeister und Krav Maga Instructor, empfing uns bereits mit einer heißen Tasse leckeren Tees und Gute Nacht-Sweeties …

Krav Maga Masters Tour 2010

Für jeden Kravisten ist die Krav Maga Masters Tour eine ideale Gelegenheit 3 der 4 israelischen IKMF-Gründungsmitglieder (Avi Moyal, Eli Ben-Ami, Gabi Noah) persönlich kennenzulernen und in dem 2-tägigen Lehrgang auch verschiedene Selbstverteidigungstechiken aus erster Hand zu erfahren:

  • Ort: München
    Termin: 25.09.2010
    Selbstverteidigungsthemen: Überzahl Angriffe, Kontrolltechniken
    Dauer: 5 Stunden (13:30 – 18:30 Uhr)
    Preis: 60 €
  • Ort: Erfurt
    Termin: 26.09.2010
    Selbstverteidigungsthemen: Partnerschutz, Verteidigung gegen Waffen (Messer, Stock, Schusswaffe)
    Dauer: 5 Stunden (11:00 – 16:00 Uhr)
    Preis: 60 €

Natürlich lasse ich mir diese fantastische Möglichkeit (Danke Sebastian, für die Erfurter Motivation) nicht entgehen und werde quer durch Deutschland reisen um an beiden Krav Maga Workshops teilzunehmen. In München versuche ich zudem meinen ersten Level-Test (P1) zu absolvieren.  2×5 Stunden bedeutet harte Arbeit an Kondition und Körper. B laue Flecken sind wohl vorprogrammiertund im Preis inklusive.

Wer sich noch kurzerhand zur IKMF Krav Maga Masterstour anmelden möchte, kann das hier tun: IKMF Krav Maga Masterstour 2010 (Weitere Infos auf Facebook)

Krav Maga Messerseminar

Unter dem Motto „Bujinkan meets Krav Maga“ fand in der Sporthalle des SV Helios Daglfing in München ein 3 stündiges Krav Maga Messerseminar statt. Der Shidoshi Stefan Filus des Sakura Dōjō Münchens hatte den IKMF Instructor John Freeman des Münchner Krav Maga Anbieter Keepsafe zu einem gemeinsamen Training mit dem Schwerpunkt „Verteidigung gegen Angriffe mit einem Messer“ geladen. Die Bujinkan Schüler konnten so die Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Selbstverteidigungsarten in Notsituationen kennen lernen. Neben den Teilnehmern des Sakura Dojo Teilnehmern waren auch die Keepsafe Padawane und sonstige am Thema „Selbstverteidigung“ Interessierte eingeladen. Am Ende hatten sich knapp 35 Personen zu diesem Krav Maga Workshop eingefunden.

Nach einem Aufwärmtraining (bei dem u.a. das im Krav Maga beliebte „Zombiespiel“ zum Einsatz kam) zeigte der Krav Maga Instructor John diverse Techniken in Echtzeit und anschließend in Slow Motion. Danach wurden die Übungen durch die Teilnehmer in die Tat umgesetzt.  Eine wesentliche Verteidigungstechnik basiert dabei auf dem 360°, der einer hakenden Bewegung des etwa 90° gebeugten Armes gegen runde, von außenkommende Angriffe darstellt. Natürlich – ganz im Krav Maga Sinne – ist die Abwehr kombiniert mit einem Gegenangriff um den Konflikt möglichst rasch zu lösen.

Wer mehr zu den Abwehrtechniken erfahren möchte, sollte sich die Videos „Krav Maga: Knife Defense 1- 6“ von Eyal Yanilov anschauen:

Da John ständig darauf drängte den Trainingspartner nach jeder neuen Technik zu wechseln, kam man in den Genuß vieler unterschiedlicher Typen. Diese unterschieden sich nicht nur im Angriffs- und Verteidigungsverhalten, sondern auch in der Härte. Ich schien meine Partner zu einer realistischeren Härte motiviert zu haben. Nur so kann ich mir meine rundum bunten Unterarme erklären.

Hinweis: In Stresssituationen wie bei einem Angriff durch ein Messer spürt man mögliche Einstiche und Schnittwunden nicht sofort. Das körpereigene Adrenalin sorgt hier einerseits für ein Schutzprogramm, dass Menschen in der Bedrohungssituation nicht mit Schmerzen oder anderen fluchthemmenden Problemen belastet. Andererseits sind Messer meist scharf und spitz. Diese Waffen dringen also sang und klanglos durch Kleidungsstücke in den Körper ein. Geräusche verursachen solche Messerangriffe alo nur, wenn sie auf harte Gegenstände und Knochen treffen. Oder wenn das Messer soweit eindringt, dass der Handschutz (siehe auch Wikipedia: Messer) aufschlägt.

Messerstechereien enden immer blutig

In der Regel enden Messerattacken blutig. Unverletzt geht man selten aus einer solchen Konfrontation. Messerangriffe sind also sehr gefährlich. Auch im Krav Maga Training – ob Krav Maga Messerseminar oder reguläres Selbstverteidigungs Training – sollte man die Weichgummieigenschaften des Trainingsmessers ausblenden und alles daran setzen, nicht getroffen zu werden und effektiv einen Gegenangriff anzubringen. Nur nicht an die Trainingseigenschaften des Plastikmessers gewöhnen.

Übrigens: Im Ernstfall ist die beste Lösung immer auf die Forderungen des Aggressors einzugehen. Was sind schon 50 €, der Autoschlüssel und der Rest des Geldbeutels gegen ein Menschenleben.

In der kurzen Zeit konnten leider nicht auf alle Verteidigungstechniken und Ausgangssituationen sowie vorangehende Messerbedrohungen und der nachfolgende, lebenswichtige Blood Sweep Check (Selbsttest nach Wunden) eingegangen werden. Dafür hätte es wohl einem Krav Maga Tagesseminar gebraucht. Ich gehe aber davon aus, dass ich auch im regulären Krav Maga Training, neben den Krav Maga Essentials auch die übrigen Techniken kennen lernen und die bestehenden Abwechtechniken vertiefen werde.

Tipp: Hier findet sich eine Übersicht an Krav Maga Kurse in München.

Preis Krav Maga Messerseminar

Für schlappe 15 € war dieses Krav Maga Messerseminar aber ein richtiges Schnäppchen. Wann sonst hat man die Möglichkeit in 3 Stunden intensiver, körperlicher Arbeit den Umgang bzw. die Verteidigung einer Messerattacke zu üben? Sehr interessant war auch die praktische Anwendung der Selbstverteidigungstechniken an Nicht-Krav Maga Jüngern. Reaktionen und Verhalten war an vielen Stellen deutlich anders. John hat Bilder des Messerseminars in der Krav Maga Fotogalerie bereitgestellt.

Foto: © asifthebes – sxc.hu

Kartfahren – Kleine Rennboliden geben Alles

Wie mit Vollgas angekündigt, durfte ich einen ganzen Tag dem Erlebnis Kartfahren frönen. Die meiste Zeit allerdings als Zuschauer, dem allerhand geboten wurde. Den das Charity Projekt Race-4-Kids bot neben dem Rennspektakel „Kartfahren“ allerlei anderen abgefahrenen Augen- und Adrenalinschmaus. Neben kaum erträglichen, adrenalingefährdeten Auftritten von Loona und Daniel Schumacher zeigten Timo Scheider in seinem DTM-Rennwagen, die Nintendo Race Kids in ihren getunedten Race Carts, ein Grand Prix Race Truck am Boden und Hannes Arch (Red Bull Air Race World Champion) mit seinem Red Bull-Vogel in der Luft Ihr atemberaubendes Können. Zudem liefen an allen Ecken und Enden Promis rum – de facto kam man aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Kartfahren – Rennablauf

Das Kartfahren selbst wurde untergliedert in 2 halbstündige Trainings, einem Qualifying und einem 4 stündigen Rennen. Bei einer Teamgröße von 6-8 Mann bzw. Frau wurde jeder Kartfahrer 45 – 60 Minuten gefordert und kam so auf jeden Fall auf seine Kosten. Ich wurde dem Team rund um Miriam Höller und Jochen Schweizer zugeteilt. Ergänzt wurde das Race Team um Mac Sandritter, die 2 Rennschweizer Marc und Axel sowie Markus und mir. Insgesamt gingen 22 Teams an den Start.

Im Training heiß gefahren haben wir Max und den Rennschweizer Marc ins Qualifying geschickt. Beide hatten zuvor im Training Bestzeiten gefahren. Und da – wie auch bei jedem anderen Rennen – die Startposition kriegsentscheidend sein kann, haben wir die schnellsten Flitzer entsandt. Aufgrund eines technischen Mangels, konnten wir am Ende aber nur Rang 15 herausfahren. Ursache war ein Bremsdefekt an der Gas-Brems-Regulierung, die durch eine Vollbremsung meinerseits im Karttraining zuvor verursacht wurde.

Rechtzeitig zum 4 Stunden Rennen, mit 7 Pflichtfahrerwechseln und einem Tankstopp, wurde unser Kart aber wieder instand gesetzt. Danke dafür. So konnten Max und Marc, die 2 ersten Fahrer in unserer ausgeklügelten Team- und Boxenstopptaktik sehr schnell auf Platz 1 vorfahren. Nach den ersten Wechseln fielen wir dann auf Platz 5 zurück. Nach 2,5 Stunden durfte ich dann auch mein rennfahrerisches Können zeigen. Gut gestartet, hatte ich nach knapp 15 Minuten einen irreparabelen Motorschaden, der mich zwang die Werkstatt aufzusuchen. Ein schneller Check ergab: „Aus fürs Kart!“.  Ein Ersatz war schnell organisiert, aber aufgrund des doch längeren Boxenaufenthalts waren wir schon etliche Male überrundet worden. Hinzukam dann auch noch, dass der kleine Rennbolide völlig „kalt“ war. Sprich der Motor und die Reifen waren weit weg von Betriebstemperatur und so entwickelten sich die nächsten 15 Minuten zu einer lustigen Rutschpartie. Keine Chance hier dem heranrasenden Feld Contra zu bieten. Am Ende wurden wir doch noch 14.

Einzig zu bemängeln waren die teils sehr hohen Preise bei der Essensausgabe, die allerdings allerhand zu bieten hatte. Ich selbst hatte das Glück offizieller Essensträger und Autogrammverhinderer des Actionmodels Miriam zu sein und kam so in den Genuß der kostenlosen VIP-Verkostung. Eins sag‘ ich Euch, um das Essen dort beneide ich die Stars und Sternchen wirklich nicht. Hilfe, war das unterirdisch.

Ansonsten war der Renntag in Friedrichshafen phänomenal!

race4kids 2010 Friedrichshafen

Yeah, ich habe mein Rennkart Ticket für das race4kids 2010 in Friedrichshaven. Am kommenden Samstag ist es dann soweit. Dann sitze ich in einem kleinen Rennauto und kämpfe im Team um Rundenbestzeiten. Um das Rennpektakel für einen guten Zweck attraktiv zu machen, hat man auch dieses Jahr allerlei Prominenz eingeladen.  Diese verteilen sich auf insgesamt 20 Teams a 5-6 Kartfahrer und werden dann durch zahlungswillige Boliden-Fans & Starfetischisten ergänzt. Die Zuteilung der Privatfahrer erfolgt per Los.

TIPP: Last Minute Tickets um nahezu 50% reduziert. Nutzen Sie die Chance – Treffen Sie Ihren Star. Für nur 229 € statt 449 €! Hier gibt’s alle Infos zu den Race4Kids-Tickets 2010.

Mein race4kids Team – bereit zum gewinnen!

Ich  selbst wurde – aufgrund meines adrenalinhaltigen Bürojobs – schon im Vorfeld einem race4kids-team verpflichtet. Aber mit Jochen Schweizer himself, dem Aktionmodel Miriam Höller und dem Nachwuchsrennstar Max Sandritter habe ich wohl das potentielle Gewinnerteam auf meiner Seite.  Ich selbst konnte ja bereits beim Indoor Kart fahren in München üben.

2010 – 20 Renncart Teams mit prominenter Besetzung

Die anderen Teams werden durch folgende Promis aufgewertet:

  • Bernd Hiemer, mehrfacher Supermoto Gewinner
  • Timo Scheider, amtierender DTM-Champion
  • Katharina Küpper, Hauptdarstellerin in der Telenovela „Hanna, Folge deinem Herzen“
  • Jumbo Schreiner, der Spezialist für XXL-Portionen
  • Mario Kotaska & Ralf Zacherl, die Sterneköche
  • Chrissie Weiss & Matze Ihring, Nachrichtenmoderatorin und Radio-Programmdirektor
  • Jan Ullrich & Olaf Pollack, Ex-Radrennprofis
  • Hannes Arch, Red Bull Air Race Champion und Vizeweltmeister
  • Lina van de Mars, die frühere Lemmonbabies-Schlagzeugerin
  • Axel Stein, Comidian bekannt aus Hausmeister krause
  • Raul Richter, Schauspieler und Teeniestar
  • Kristin Zippel, Miss Tuning 2010
  • Oliver Jarvis, ebenfalls DTM-Pilot
  • Alex Hofmann, Ex-Moto-GP-Pilot
  • Sonja Zietlow, TV-Moderatorin
  • Loona, die Sängerin von Bailando
  • Daniel Schuhmacher, der Durchstarter bei DSDS 2009
  • Robeat & Toby „The Voice“, deutscher Beatbox-Vizemeister und Starmaker
  • Michel Guillaume, bekannt aus SOKO 5113

Rückblick Race4Kids – So war’s 2009

Paintball spielen – ich liebe es

Es war mal wieder soweit. Im Rahmen eines Team Incentives von Jochen Schweizer gings zum Paintball Spielen nach Dornbirn. Aus 16 Mann und Frau wurden 3 Teams gebildet und wie üblich alle Paintball Spielvarianten in insgesamt 4 Stunden mehrfach durchgespielt. Ob beim Warmspielen, bei Caputure the Flag, Center Flag oder Alle gegen alle – es wurde unentwegt alles auf einem etwas schmäleren Paintballfeld markiert, was nicht bei 3 hinter den Schutzvorrichtungen war.

„Friendly Fire“ kam zwar selten vor, aber um so ärgerlicher, wenn das eigene Paintball-Teammitglied für ein frühes, eigenes Aus sorgt. Da aber die Paintball Spiele in der Regel maximal 2-3 Minuten dauerte, kam man sehr schnell wieder zum Zuge um das gegnerische Team wieder ins Visier und unter Feuer zu nehmen.

4 Stunden, 3 Team, max. 2-3 Minuten Spielzeit signalisierte uns aber auch, dass Paintball spielen ein richtig ernstzunehmender, sehr schneller und konditionsfordernder Sport ist. Gotcha war mal, Paintball ist in. In jeder Spielrunde wird erneut der Körper „in Alert“ gesetzt und Unmengen an Adrenalin ausgesetzt. Die Angst getroffen zu werden ist doch sehr groß, obgleich die Paintball Treffer durchaus erträglich sind. In 4 Stunden habe ich etliche Paintballs eingesteckt. Teils führten diese zu offenen Wunden, teils zu mehrfarbigen blauen Flecken. Für einen Adrenalinkick ist es aber allemal und immer wieder wert.

Durch die alljährliche Teilnahme am Paintball spielen weiß ich nun auch um die, für meine Bedürfnisse, ideale Paintballkleidung. In diesem Jahr habe ich die Windel um einen professionellen Tiefschutz ersetzt, den ich im Rahmen meines Krav Maga Trainings sowieso besitze. Sicher ist sicher.

In diesem Sinne:
Ten seconds ………. Go, go, go!

Krav Maga Fight Club München

Don’t talk about it … nun ja, ich will nicht zu viel erwarten. Mit dem Krav Maga Fight Club München ist nun auch bei Keepsafe im Münchner Osten die Runde der Sparings gestartet. Ehe es aber in ein freies Sparing gehen kann, trainiert man am Standort Neuhausen verschiedene Blocks, Defenses und (Gegen-) Angriffe. Jeder Krav Maga-Fighter kann sich so langsam an das spätere Sparing heranwagen – und wird nicht gleich von einem zu starken Gegner überrollt.

Trainiert wird in voller Aurüstung, bestehend aus Helm, Mundschutz, Boxhandschuhe, Schienbeinschoner und Weichteilschutz (Übersicht Krav Maga Zubehör). Später kommen wohl noch Grappling Handschuhe dazu, die neben dem Schlagen auch ein Greifen erlauben und so eine realere Selbstverteidigungssituation darstellen können. Der Helm hatte mir an seinem ersten Tag wohl die meisten Schmerzen zugefügt. Denn dieser muss sich erst auf die individuelle Kopfform anpassen.  Ich werde ihn jetzt wohl täglich ein paar Minuten aufsetzen ;-).

Der Helm hat zudem auch einen psychologischen Einfluß auf den Kämpfer. Einerseits fühlt man sicherer und wagt so mal eher auch zurückzuschlagen. Andererseits traut man sich auch überhaupt zu zuschlagen. Ich persönlich hatte hier immer etwas Hemmungen, da man ja üblicherweise damit nicht groß wird. Der Helm schützt also beide Personen bei einem Fight.

Hier sieht man mich (links), wie ich mit meinem hinteren Fuss einen Kick pariere und gleichzeitig mit einer rechten Gerade reagiere. Sieht doch gewollt aus, oder? Keine Angst, in diesem Fall wurde die Gearde nur mit 10%tiger Kraft ausgeführt. Meinem Partner ist nix passiert.

Und weil Krav Maga Videos auch sehr dazu beitragen, diese Selbstverteidigung zu erklären, habe ich dieses mal dieses schöne Krav Maga Video angefügt:

Foto: © John Freeman – keepsafe.de