Paintball Kleidung

Die Lehre die ich aus meinen bisherigen Paintball Spielen und Wunden ziehe? Auf folgende Schutzkleidung werde ich zukünftig nicht mehr verzichten:

Paintball-Masken, -Shirts,
-Longsleeves, -Hoodies
finden sich auch bei Amazon:

  • Käppi oder Mütze, den Kopftreffer tun nicht nur weh, sondern die aufgeplatzten Paintballs sind zudem sehr ölig.
  • Maske, denn bei Treffern im Gesicht könnte man sich ernsthaft verletzen oder sogar das Augenlicht verlieren. Das man hin und wieder durch die Atmungsschlitze der Maske Farbe abbekommt, ist nicht zu vermeiden. Schmecken tut’s aber auf keinen Fall.
  • Halstuch, denn Paintball Treffer am Hals sind meist blutige, offene Wunden. Vermutlich ist die Haut hier zu dünn.
  • Kurzärmeliges T-Shirt*, denn Paintball spielen (vor allem im Sommer & Outdoor) ist extrem schweißtreibend. Schnelligkeit und Bewegung sind bei diesem Spiel aber entscheidende Erfolgsfaktoren. Treffer im offenen Armbereich nehme ich hin. Auf Handschuhe verzichte ich auch. Die hindern nur am möglichst schnellen Betätigen des Abzugs des halbautomatischen Markierers. Und bekanntermaßen kommen nur die Harten in den Garten.
  • Schutzweste, denn aus der oben angeführten Erfahrung habe ich gelernt. Aua.
  • Jogginghose, die möglichst weit geschnitten ist. Je enger die Klamotte anliegt, desto weniger wird der Paintball Treffer abgedämpft.
  • Windeln! Nachdem ich ein mal einen vom Bodenabgeprallten Paintball mitten auf die 12 bekommen habe und mir die Luft komplett wegblieb, sind die Windeln meines Sohnes zu einem unverzichtbaren Paintball Utensiel geworden. Einen professionellen Hodenschutz kann und möchte ich mir nicht leisten. Socken tun’s im Zweifelsfall aber auch.
  • Sportschuhe mit ausreichend Profil. Obwohl man Outdoor nur bei Sonnenschein spielt, kann es sein, dass die eine oder andere Stelle noch feucht oder gar matschig ist. Profillose Schuhe auf einem Paintball Rasen zu nutzen sollte man tunlichst unterlassen. Die häufigsten wirklich schmerzhaften Verletzungen beim Paintball sind übrigens Verstauchungen, Verdrehungen, Zerrungen etc. Wenn man zudem in einem Zeckengebiet Paintball spielen möchte, sollte man lange Strümpfe und/oder Hosen mit einem Bund nicht vergessen.

Wichtige Hinweise zur Kleidung:
Paintball Farbe ist zwar auswaschbar, aber dennoch empfehle ich lieber alte Klamotten zu nutzen.
Ich warne zudem davor auf Einwegmaleroveralls zurück zu greifen. Die sind im Sommer viel zu heiß.
Bei den meisten Paintball und Gotcha Anbietern sind zudem Tarnkleidung und Military Look verboten. Letztlich soll Paintball spielen ein Sport und kein Kampf sein. Und Tarnkleidung ist auch völlig übertrieben. Vor allem Turnierfelder sind durch farbige Pylonen schon recht bunt gehalten.

Paintballs sind übrigens hauchdünne Gelantine Kugeln  mit einem Durchmesser von etwa 16 mm. Die Paintballs, die es in unterschiedlichen Farben gibt, sind gefüllt mit Lebensmittelfarbe. Diese ist zu 100% biologisch abbaubar und meist auch vollständig ab und auswaschbar. Ich empfehle jedoch nicht die neusten Klamotten zum Paintball Event anzuziehen. Turnier Paintballs sind wohl in Ihrer Konsistenz etwas weicher und hinterlassen so schneller einen Farbfleck. Besonders hart gesottene Kollegen legen Ihre Paintballs vor dem Match noch in den Kühlschrank.

Unfallstatistik Paintball spielen

  • Autofahren: 26,0 Verletzungen jährl. pro 1000
  • Auf der Straße sein: 33,0 Verletzungen jährl. pro 1000
  • In der Arbeit sein: 61,0 Verletzungen jährl. pro 1000
  • Zuhause sein: 93,0 Verletzungen jährl. pro 1000

Quelle: US Safety Council (Statistisches Amt für nationale Sicherheit, USA)

  • Paintball spielen: 0,31Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Bowling: 0,50 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Bogenschießen: 0,66 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Bootfahren: 0.92 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Tennis: 1.09 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Golf: 1.13 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Schwimmen: 1.30 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Fischen: 1.37 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Wasser-Ski: 1.90Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Handball: 2.42Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Eislaufen: 2.79 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Skifahren: 3.44 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Volleyball: 4.43 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Gymnastik: 7.13 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Fußball: 10.54 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Fahrradfahren: 11.30 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Boxen: 11.34 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Hockey: 12.46 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Basketball: 22.04 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Rugby: 23.14 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Wrestling: 27.37 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Football: 27.50 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Baseball: 27.67 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Lacrosse: 223.79 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Laufen 0-19 Meilen pro Woche: 294.00 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Laufen 20-29 Meilen pro Woche: 384.00 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.
  • Laufen 30-39 Meilen pro Woche: 461.00 Verletzungen jährl. pro 1000 Pers.

Quelle: Control Systems Inc., administrator of paintball game accident insurance plan for air gun game operators.

*Ich nehme übrigens lieber Paintball Treffer auf der blanken Haut in Kauf. Diese sehen zwar zunächst „schlimmer“ aus, heilen aber besser als die sich langsamer generierenden blauen Flecken unter Stoff.